Herleshausen, Schloss Augustenau

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Infobox
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Entstehungszeit: 1019 Erstnennung sächsischer Königshof
Baumaßnahme: Ende 16. Jh. (um 1580) Ausbau,
1906-10 Umbau und Erweiterung
Bauherr: Familie von Wersebe
Eigentümer: Familie Hessen-Philippsthal-Barchfeld
Ort: Herleshausen
Kreis: Werra-Meißner-Kreis
Markierung
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Inhaltsverzeichnis

Bezeichnung, Eigentümer, Kreis

Familie Hessen-Philippsthal-Barchfeld. Werra-Meißner-Kreis.

Bauherr, Grunddaten, Zustand

Ausbau Ende des 16. Jh. (um 1580) durch die Familie von Wersebe, Umbau und Erweiterung 1906-10.

Geschichte

Das Schloss, ursprünglich ein sächsischer Königshof, 1019 dem Stift Kaufungen geschenkt, ging nach der Säkularisation 1527 als hessisches Lehen in den Besitz von Georg von Reckerode über, 1558 an die Familie von Wersebe und gelangte 1678 an den Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld.

Baugeschichtliche Bedeutung

Dreiflügelige Anlage um einen nach Süden offenen Innenhof, der Westflügel durch einen nach Südwesten verschobenen Anbau mit Tordurchfahrt verlängert.

Der Westflügel, der südwestliche Anbau, der hofseitige westliche Treppenturm und der gesonderte westliche Torbau gehören im Kern noch der Renaissance an. Der dreigeschossige polygonale Treppenturm im Nordwest-Winkel des Hofes ist mit der Jahreszahl 1580 bezeichnet. Eingang spitzbogig, mit Wulstprofil. Fenster rechteckig mit Kehlenprofil. Ein zweiter Treppenturm im Nordost-Winkel ist rechteckig und enthält eine geradläufige Treppe, im Kern wohl spätes 16. Jh., 1906-10 erheblich umgebaut. Aus dem 16. Jh. stammen ferner der südliche Vorbau des Westflügels, Fenster mit Falz und Kehle, und der verlängerte Westflügel mit rundbogiger Tordurchfahrt; rundbogiges Tor und vermauerte Pforte mit gedrücktem Rundbogen. Tor mit rechteckigem Rahmen, von Gesims abgeschlossen. Der Oberbau und die nochmalige Erweiterung dieses Flügels sind jünger.

Der Torflügel westlich vor dem Kernschloss besitzt eine rundbogige Tordurchfahrt mit Kämpfer, Fase sowie daneben eine Pforte, nur mit Fase profiliert. Links davon rund vorspringender, schlanker Turm mit runden dekorativen Schießscharten nach Nord, West und Süd. Im Gebäudeteil links des Turms sitzen im Hocherdgeschoss zwei Fenster mit Falz. Obergeschoss aus Fachwerk, verschiefert. Auf Höhe dieses Geschosses besteht auch der Turm aus Fachwerk und ist polygonal.

Literatur, Quellen

Sante, Handbuch, 1976, S. 381 f.

Dehio, Hessen, 1982, S. 414

Hessen, Augustenau, 1986

Seib, Augustenau, 1986